iPhone

Apple muss den Verkauf des iPhone 12 in Frankreich wegen Strahlungsbedenken stoppen

Apple steht in Frankreich unter Druck, da das Land angeordnet hat, den Verkauf des iPhone 12 einzustellen und vorhandene Geräte zu “reparieren”. Die französische Regulierungsbehörde für Funkfrequenzen, die ANFR, hat bei Tests festgestellt, dass das iPhone 12 mehr elektromagnetische Strahlen abgibt, die vom Körper absorbiert werden können, als erlaubt. Dies hat zu Bedenken hinsichtlich der Strahlenbelastung geführt. Die ANFR hat Apple angewiesen, das iPhone 12 vom französischen Markt zurückzuziehen und alle bisher verkauften Geräte zurückzurufen. Apple hat Einspruch gegen die Entscheidung erhoben und behauptet, dass das iPhone 12 den geltenden Vorschriften entspricht.

Die Entscheidung der ANFR

Die ANFR hat auf ihrer Website bekannt gegeben, dass das iPhone 12 mehr elektromagnetische Wellen abgibt, die vom Körper absorbiert werden können, als erlaubt. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) des Geräts beträgt 5,74 Watt pro Kilogramm, was über dem von der Europäischen Union festgelegten Grenzwert liegt. Aufgrund dieser Ergebnisse hat die ANFR angeordnet, dass das iPhone 12 ab dem 12. September 2023 vom französischen Markt genommen wird. Darüber hinaus wird Apple aufgefordert, alle bisher verkauften iPhone 12-Geräte zurückzurufen. Die ANFR beabsichtigt auch, ihre Ergebnisse mit anderen EU-Regulierungsbehörden zu teilen.

Die Entscheidung der ANFR steht im Widerspruch zu den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Laut der WHO-Website wurden in zahlreichen Studien “keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit durch die Nutzung von Mobiltelefonen” festgestellt. Apple hat betont, dass das iPhone 12 den weltweit geltenden Vorschriften zur Strahlenbelastung entspricht und hat dem ANFR seine eigenen Laborergebnisse sowie Ergebnisse von Drittanbietern vorgelegt.

Reaktionen und frühere regulatorische Maßnahmen

Apple hat angekündigt, gegen die Entscheidung der ANFR Einspruch einzulegen. Das Unternehmen betont, dass das iPhone 12 den geltenden Vorschriften entspricht und die regulatorischen Anforderungen weltweit erfüllt. Dies ist nicht das erste Mal, dass Apple in Frankreich regulatorischen Prüfungen ausgesetzt ist. Gemäß einer früheren französischen Gesetzgebung war Apple bis Januar 2022 gesetzlich verpflichtet, EarPods mit jedem iPhone zu liefern. Diese Maßnahme wurde aufgrund des Vorsorgeprinzips ergriffen, da die Risiken der Exposition entwickelnder Gehirne gegenüber elektromagnetischen Wellen nicht klar bekannt sind.

Im Jahr 2020 hat Frankreich auch die Vorschriften erweitert, die Einzelhändler dazu verpflichten, den Strahlungswert von Produkten auf der Verpackung anzugeben, nicht nur für Smartphones, sondern auch für Tablets und andere elektronische Geräte.

Apple hat zwei Wochen Zeit, um auf die Anordnung der ANFR zu reagieren. Es bleibt abzuwarten, wie das Unternehmen auf die Entscheidung reagieren wird und ob es weitere rechtliche Schritte einleiten wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert